#WeilDeinBerufWichtigIst Herr K. und seine Zimmerei

Herr K.*, 60 Jahre alt, kommt aus dem schönen Schwarzwald. Er lebt seit seiner Geburt hier und hat die Hauptschule besucht. Nach seinem Schulabschluss begann er eine Lehre zum Zimmermann und wurde bald eigenständig. Im Interview erzählte er uns mehr darüber sowie einige Probleme, die sich heute ergeben:

Parteivorsitzender Simon Bärmann: Sehr geehrter Herr K., wieso haben Sie sich für den Beruf des Zimmermanns entschieden?

Herr K.: Einfach, weil mir das Arbeiten mit Holz immer Spaß gemacht hat, und der Beruf ein sicherer Beruf ist.

Parteivorsitzender: Nachdem Sie eigenständig wurden, wie war Ihr Leben?

Herr K.: Am Anfang lief es richtig gut, hier im tiefen Schwarzwald gab es damals, wie heute, immer etwas zu tun. Neue Häuser, neue Tische, neue Dächer, neue Fensterrahmen, alles habe ich gebaut. Mit der Zeit ließ der Andrang aber dann leider ab: Die Leute kaufen nun lieber in großen Möbelgeschäften ein.

Parteivorsitzender: Was kritisieren Sie an den großen Möbelgeschäften wie Ikea?

Herr K.: Die Qualität, die Kampfpreise und die Arbeitsbedingungen. Zum ersten Punkt: Die in Massen hergestellten Möbel haben einfach nicht die gleiche Qualität, wie die Produkte, die ein gelehrter Zimmermann herstellt. Produkte von Ikea haben eine viel niedrigere Lebensdauer. Natürlich kann ich verstehen, dass nicht jeder viel Geld für einen Tisch ausgeben will. Bei den großen Möbelgeschäften findet man schnell passende und sehr günstige Tische, nur leider nimmt uns das die Kundschaft weg, da wir Familien versorgen müssen, und unsere Produkte nicht zu solch niedrigen Preis anbieten können. Außerdem ist bei uns alles ein Einzelstück, während Produkte von Ikea Massenware sind. Außerdem habe ich in meiner Zimmerrei die Angestellten immer Fair bezahlt. Ikea hingegen hat früher z.B.: in der DDR für einen viel niedrigeren Lohn zusammenbauen lassen.

Parteivorsitzender: Ein Zimmermann macht aber doch noch mehr, als Innenausstattung.

Herr K.: Klar, doch ziehen immer mehr Leute ziehen aus dem Schwarzwald in die Stadt, und Großkonzerne nehmen uns die Kunden weg.

Parteivorsitzender: Nach einiger Zeit mussten Sie ihr Geschäft einstellen, wieso?

Herr K.: Vor allem aus gesundheitlichen Gründen. Manchmal werde ich aber noch von ehemaligen Kunden, die von meiner Arbeit begeistert sind, angerufen, denen helfe ich dann meistens aus.

Parteivorsitzender: Was wurde aus Ihnen danach?

Herr K.: Danach habe ich bei einer Firma für Holz einige Jahre gearbeitet. Seit Dezember arbeite ich nun noch bei einer anderen.

Parteivorsitzender: Und wie sieht ihre Zukunft aus?

Herr K.: Ich muss nur noch einige Jahre arbeiten, dann kann ich in Rente gehen. Leider wird diese nicht gerade üppig ausfallen – Obwohl ich dann fast 40 Jahre gearbeitet und 40 Jahre Steuern bezahlt habe. Und die Lebenskosten in Deutschland sind nicht gerade niedrig.

Parteivorsitzender: Was wünschen Sie sich von der Politik?

Herr K.: Es ist wichtig, dass die Bevölkerung erkennt, wie wichtig der Beruf der Zimmermanns ist und wie wertvoll er für die Gesellschaft ist. Außerdem fordere ich von der Politik, endlich jedem eine Grundrente von 1100€ im Monat zuzusichern. Und für den Schwarzwald wünsche ich mir endlich besseres Internet! Außerdem ist mir das Verbot von Leiharbeit und „Arbeit auf Abruf“ wichtig!

Parteivorsitzender: Vielen Dank! Wir von der Partei der Arbeit Deutschlands setzten uns für deine Anliegen ein!

Wir fordern:

  • Grundrente von mindestens 1100€

  • Mehr Anerkennung für handwerkliche Berufe schaffen

  • Digitalisierung des Landes.

Mehr über unsere Serie #weildeinberufwichtigist und wie du daran teilnehmen kannst, findest du hier.

* Der Name wurde geändert.

** Es handelt dich um ein Symbolbild.

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