2017. Und was letztes Jahr sonst noch so passiert ist.

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Dieser Artikel wurde von Parteigenosse Jakob K. geschrieben. Vielen Dank!

Dass das wichtigste Ereignis im Jahr 2017 die Gründung der PdAD am 1. Juni war, steht selbstverständlich außer Frage. Dennoch ist im vergangenen Jahr auch noch vieles mehr passiert. Da Politik sehr langweilig ist; wurden die Themen ein wenig spannender gemacht, die Gewalt und die Sexszenen wurde aber leider wegzensiert.

(Alle Angaben ohne Gewehr; bei Falschangaben den Autoren bitte nicht erschießen. Danke.)

Am 20. Januar 2017 wurde Donald John Trump als neuer Präsident der USA vereidigt. An diesem Punkt endet aber schon das, worauf man sich an „Fakten“ mit ihm einigen könnte: Laut seiner Ansicht waren zu seiner Vereidigung deutlich mehr Zuschauer anwesend als zu der seines Amtsvorgängers Barack Obama. Vielleicht mag ihm das tatsächlich so vorgekommen sein; nach dem Konsum von zu viel Alkohol sieht man ziemlich oft Dinge doppelt – eventuell auch Zuschauer? Dafür würde auch sprechen, dass er offensichtlich das zentrale Versprechen seiner Vereidigungsrede im Nachhinein komplett vergessen hat: Er würde die Macht dem Volk zurückgeben; bisher scheint er aber noch viel zu sehr an seiner Macht zu hängen, er muss ja schließlich noch fast alle seine Wahlversprechen umsetzen. Nun, man muss ihm lassen: Er hat immerhin versucht, einen Teil seiner Macht dem Volk zu geben. Leider wurden die Atomcodes aber wieder geändert, nachdem Trump sie auf Twitter veröffentlicht hatte („covfefe“). Schlussendlich hat Trump in diesem Jahr jedoch so viel getan (oder nicht getan), dass man schon einen gesamten Jahresrückblick nur über ihn schreiben könnte. Aber welcher vernünftig denkende Mensch würde so etwas lesen wollen? Nun, er würde es zwar lesen wollen, aber er ist nun mal auch kein vernünftig denkender Mensch. Und die entscheidende Frage steht immer noch im Raum: Könnte er es denn überhaupt lesen, geschweige denn verstehen?

Am 19. März wurde Martin Schulz auf einem SPD-Parteitag mit 100% der Stimmen zum Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten gewählt. Aber der Hype um Schulz war wie so ziemlich jeder Hype schnell wieder vorbei; die Leute konnten sich ihn wohl einfach nicht als Bundeskanzlerin vorstellen. Dazu passt auch folgendes Zitat eines CDU-Politikers, nachdem Schulz vom Vorstand der SPD als Kanzlerkandidat nominiert worden war:

„Der Messias ist ja in Bethlehem geboren und in Nazareth aufgewachsen und

nicht in Würselen.“ – Michael Grosse-Brömer, 7. März 2017

Als nächstes kommen wir mal wieder auf unseren allerliebsten US-Präsidenten zurück, der (neben einiger anderer, mitunter sogar noch dümmerer Ideen) unter anderem auch die Idee hatte, von allen anderen NATO-Mitgliedern zu verlangen, sie sollten jährlich mindestens 2% ihres Brutto-Inlandproduktes für Rüstung ausgeben. Dazu könnte man einfach sagen, dass der Rest der NATO (die ja immerhin ein Verteidigungsbündnis ist) nicht das selbe Interesse wie die USA hat, die gesamte restliche Welt zu unterdrücken. Sigmar Gabriel, seines Zeichens deutscher Außenminister, antwortete hingegen auf Trumps Forderung Folgendes:

„Ich weiß garnicht, wo wir die ganzen Flugzeugträger hinstellen sollen, die wir kaufen

müssten, um 70 Millarden Euro pro Jahr in die Bundeswehr zu investieren.“

– Sigmar Gabriel, 31. März 2017

Damit hat er natürlich grundsätzlich Recht: Niemand braucht Flugzeugträger im Gegenwert von 70 Milliarden Euro. Erst Recht nicht Deutschland, denn welche Flugzeuge sollten die Flugzeugträger dann den tragen? Ja, die Bundeswehr hat Flugzeuge; die würden aber schon auf dem Transport aus der Lagerhalle in ihre Einzelteile zerfallen. Und Hubschrauber? Offenbar hat die Bundeswehr davon inzwischen auch nicht mehr viele, denn die Rekruten der Bundeswehr müssen neuerdings mit Hubschraubern des ADACs üben. Und ich möchte auch mal an die deutschen Marinehelikopter erinnern, die nicht über dem Meer fliegen dürfen, weil sie dafür nicht ausgelegt sind. Insofern hat Sigmar Gabriel also vollkommen Recht: Deutschland braucht keine Flugzeugträger. Deutschland muss auch nicht jährlich 70 Milliarden Euro für die Bundeswehr ausgeben. Aber Deutschland könnte das Geld, das es noch für die Bundeswehr ausgibt, immerhin auch sinnvoll investieren.

Von Trump gehen wir nun zu einem weiteren Despoten weiter: Am 16. April haben die türkischen Bürger ihre Stimme abgegeben, die sie vorerst auch nicht wieder zurückbekommen werden. Knapp gewann Recep Tayip Erdogan die Abstimmung über die Einführung eines Präsidentialsystems in der Türkei. Auch wenn nur 51% der Bürger für diese Verfassungsreform gestimmt hatten, glaubt er immer noch, er würde den Willen des gesamten Volkes ausführen. Aber auf anderen Gebieten war Erdogan in diesem Jahr noch erfolgreicher, allem voran in der Bekämpfung von sogenannten „Journalisten“ (ein weit verbreitetes Synonym für Terroristen) sowie anderen Türken, die eventuell irgendwann mal irgendeinen Freund eines Anhängers des bei Erdogan verhassten Predigers Gülen getroffen haben könnten.

Und das Thema Erdogan werden wir nicht los: Am 7. und 8. Juli traf er sich mit vielen größenwahnsinnigen Herrschern und anderen Regierungschefs zum G20-Gipfel in Hamburg. Die begeisterten Autonomen bereiteten den Politikern aus aller Welt einen warmen Empfang. Entschieden wurde während dem Gipfel zwar nicht viel; schlussendlich konnte man sich jedoch immerhin darauf einigen, dass es keine gute Idee gewesen war, den Gipfel in Hamburg abzuhalten.

Und von Hamburg gehen wir weiter nach Berlin, wo am 15. August die Fluggesellschaft Air Berlin ihre Insolvenz erklärte. Die Gesellschaft schien wohl darauf gebaut zu haben, dass der BER pünktlich fertig werden würde. Dieser kann sich inzwischen jedoch nur noch mit Stuttgart 21 darin messen, wer schneller fertig wird, da die Elbphilharmonie zu Beginn dieses Jahres vollendet wurde. Der erste Platz ist damit belegt, doch das Rennen um Platz 2 bleibt weiterhin spannend.

Am 24. September fand dann die Bundestagswahl statt. Laut unseren Prognosen hätte die PdAD 100% aller Stimmen erhalten; jedoch scheiterte dieser Plan leider an einem zu spät angekommenen Brief.

Doch schlussendlich haben bei der Wahl fast alle Parteien verloren, die jetzt im Bundestag sitzen: Die Union, weil sie nun eine Regierung bilden müssen, obwohl eigentlich niemand mit ihnen regieren will; die SPD, weil der Messias von Würselen bis zur Wahl seinen Heiligenschein schon wieder verloren hatte; die FDP, weil sie jetzt im Bundestag neben der AfD sitzen muss; und die AfD, weil sie die angestrebten 88 Sitze verfehltn.

Aus letzterem zog Frauke Petry, die ehemalige Vorsitzende der AfD, natürlich sofortige Konsequenzen: Sie verließ mit einigen anderen die Partei, mit der Absicht, eine neue Partei unter dem Namen „Die Blauen“ zu gründen. Die würde zwar auch keine 88 Sitze haben, aber immerhin beschreibt der neue Name das Niveau der AfD besser, da man bei den Aussagen ihrer Funktionäre oft genug das Gefühl hat, dass derartiger Irrsinn nur unter extremsten Alkohleinfluss entstehen könnte.

Nach der Wahl fanden zunächst zwischen CDU, CSU, FDP und Grünen Sondierungen für eine Jamaika-Koaliton statt, die jedoch schlussendlich zu Gunsten von Christian Lindners Modelkarriere abgebrochen werden mussten. Das Ende der Jamaika-Sondierungen könnte man jetzt noch weiter kommentieren, da wir dabei für neue Ideen jedoch viel zu spät sind (jeder gute Witz dazu wurde schon mindestens einmal gemacht), ziehen wir stattdessen das lindnersche Prinzip vor: Besser nicht kommentieren, als falsch zu kommentieren.

Aber es gab auch Zwei, die durch die Wahl zu Berühmtheit gelangen: Zum einen der Balkon des Gebäudes der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin, und zum anderen der neue Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der nun endlich mal was anderes zu tun hatte, als Hände von Staatsgästen zu schütteln.

Und noch ein deutscher Politiker konnte dieses Jahr endlich mal seinen Namen in den Zeitungen gedruckt zu sehen: Ernährungsminister Schmidt von der CSU schaffte es mit seiner Entscheidung für die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat in der Europäischen Union, seine lang ersehnte Aufmerksamkeit zu bekommen. Dass dafür weiterhin ein krebserregender Stoff in der europäischen Landwirtschaft verwendet wird, ist eben ein notwendiges Übel zur Generierung von Aufsehen.

#Schmidt zeigt doch ganz klar, wie realitätsfern und umweltschädigend die CSU und Konsorten sind. Wer einen Stoff zulassen will, der im Verruf ist, krebserregend zu sein, legt doch offen von welch‘ Gier nach Geld egoistischer Lobbyisten er durchdrungen ist.Vorsitzender der PdAD via Twitter
Liebe Leser*innen
Alle Mitglieder wünschen Ihnen ein schönes und gesundes 2018!

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